Wohin willst du segeln?

Kein Wind ist demjenigen günstig,
der nicht weiß,
wohin er segeln will.

Michel de Montaigne

17 Kommentare zu Wohin willst du segeln?

  1. pedrobergerac 31. August 2015 um 21:16 #

    Der Weg ist das Ziel.

    Ich geh dahin, wohin der Wind mich treibt.

    Das ist das Gegenteil.

    • Stefan Seidner 2. September 2015 um 12:45 #

      Das ist auch eine mögliche Lebenseinstellung.
      Ich bevorzuge es mir Ziele zu setzen, die Segel zu setzen und dann nutze ich den Wind um mich meinen Zielen zu nähern 🙂

    • Frank 12. Mai 2016 um 16:34 #

      Manchmal ist es sinnvoll ohne festes Ziel durchs Leben zu gehen. Und sich überraschen lassen, was die Vorsehung so kommen lässt.

      • Stefan Seidner 12. Mai 2016 um 17:50 #

        Ja… Wäre interessant zu wissen ob ihr dieses „manchmal“ dann auch fühlt. Sprich ihr wisst/fühlt in manchen Lebensabschnitten, dass ihr euch jetzt einfach mal treiben lasst…?

  2. christian gugenberger 18. November 2015 um 17:15 #

    Uiii, ich fühle, dass genau dies die Meisterschaft ist, die es für sich selbst zu finden gilt………Für mich hat es bedeutet mein ganzes bisheriges Leben ganz tief in meinem Herzen zu graben, um es zu finden, was mich wirklich immer glücklich SEIN läßt……..dazu dufte ich für mich herausfinden, was mich wirklich glücklich macht und mir Gänsehaut bereitet………es ist, das Besondere in jedem Wesen zu sehen und dazu beitragen zu dürfen, dass dieses Wesen zu dem erblüht was es IST…….

    Apropos Gänsehaut: Gestern beim Spiel England versus Frankreich in Wembley, London: 90.000 vorwiegend Engländer singen alle die französische Marseillaise……..der Beweis, dass Unmögliches Möglich ist, ich war so unglaublich glücklich, als ich es gesehen und gehört habe, dass ich es nicht wirklich beschreiben kann……..nur, dass mir Freudentränen über die Wangen floßen……DANKE

    LG Christian

    • Stefan Seidner 21. November 2015 um 21:56 #

      Das ist auch mal eine tolle Frage um dem Glück näher zu kommen: Was bereitet einem Gänsehaut?
      Danke für diesen wertvollen Beitrag, Christian.

      Jaaa, ich liebe gemeinsames Singen (im Fussball-Stadion) – das hat so viel Kraft!

  3. Angelica 2. Dezember 2015 um 01:21 #

    Hi Stefan,

    Monsieur Montaigne stellte etwas prinzipiell Wahres in den Raum: Mensch darf sich nach seinem Zielstern ausrichten … auf seiner Reise dahin sind Kursänderungen inbegriffen … notwendige sowie dem Zweifel entsprechende …
    … bei eventuellen Umschiffungen festzustellen, dass das anvisierte Ziel, genau das gewollte ist, garantiert schon beinahe die gewünschte Ankunft in den Zielhafen.

    Ja, ein Ziel kann ein Kompass sein.

    Und ich persönlich finde es wundervoll, wenn ich offen durch`s Leben schippern darf – eben weil ich Wind und sonstigem entgegenhalten muss, vieles mir den Wind aus den Segeln zu nehmen sucht …

    Ja, mein Ziel ist mein Kompass.

    So bedeutet dies konkret: Ich kommentiere ab und an diese Sinnsprüche, um Gleichempfindende – Gleichgesinnte zu erreichen … ich darf wohl weiter segeln ———

    Guten (Auf-)Wind für alle wünscht
    Angelica

    • Stefan Seidner 2. Dezember 2015 um 13:48 #

      Ja, ich denke hier sind viele Gleichgesinnte unterwegs.

      Sei gespannt auf das Angebot das du in 5 Tagen erhältst – dann kannst du das Schiff für eine noch längere Sinnspruch-Reise betreten 🙂

  4. Mike Stöffel 22. September 2016 um 14:39 #

    Alternativ: der Wind weht günstig für den der keinen Zielhafen hat. Es ist doch schön, und ich finde es ist ein Zeichen von Freiheit, wenn man den Wind einfach für schnelles und schönes segeln nutzen kann, ohne gegenan bolzen zu müssen um an ein Ziel zu gelangen.

    • Stefan Seidner 29. September 2016 um 17:32 #

      Ja, mit deiner Lebenseinstellung macht es Sinn das Zitat anders zu formulieren.

  5. Angelika Eilers 31. Oktober 2016 um 10:59 #

    Ich würde das Ganze positiv formulieren. Statt:

    „Kein Wind ist demjenigen günstig,
    der nicht weiß,
    wohin er segeln will.“

    wäre günstiger:

    „Der Wind ist demjenigen günstig, der weiß, wohin er segeln will/den Weg weiß/das Ziel kennt…“

    Doppelte Verneinungen sind grundsätzlich schwierig, das Gehirn liebt es einfach 🙂

    • Christian Gugenberger 4. November 2016 um 15:04 #

      Die Kraft der positiven Formulierung ist ganz bestimmt dem/derjenigen eine Hilfe zu der sich günstige Winde ganz besonders gern gesellen……DANKE, Angelika, für den Impuls wie leicht sich Energien positiver anfühlen lassen….

    • Stefan Seidner 6. November 2016 um 16:30 #

      Guter Punkt, stimme dir grundsätzlich zu.

      Ich kann mir vorstellen, dass die originale, negierte Variante trotzdem auf mehr Resonanz trifft, weil da draußen (leider) noch diejenigen Menschen überwiegen, die nicht wissen, wohin sie segeln wollen. Das meine ich jetzt nicht angreifend.

      Warum das Gehirn doppelte Verneinungen lieben sollte, weiß ich nicht…

      • Doris 18. Januar 2017 um 09:18 #

        Ein Sprichwort ist ja keine Affirmation.
        Insofern würde ich es nicht ändern wollen. Ist die Verneinung doch etwas, was die meisten Menschen wie aus dem ff kennen und erkennen. Ein Sprichwort soll Inspiration sein, seine eigene Sicht zu entfalten. Da darf nichts ausgeschlossen werden.

        • Stefan Seidner 24. Januar 2017 um 22:52 #

          Stimme dir zu. Verneinungen können mindestens zum Nachdenken anregen.

  6. Doris 18. Januar 2017 um 09:05 #

    Der Volksmund sagt dazu: Ausreden gibt es immer. Oder eben: Irgendwas ist immer.

    Kein Ziel und kein Weg ist ohne Hindernisse.
    Wenn ich nicht genau fokusiert bin, wohin ich will, oder, was ich erreichen will, neige ich dazu, jedes Problemchen auszunutzen, mich von einem Vorhaben abbringen zu lassen. Dann gebe ich meine Macht ab. In diesem Fall an den Wind, weil der nicht bläst, wie ich es gerne hätte.

    Wenn ich hingegen absolut sicher weiß, wo ich hin will, gibt es keine Probleme mehr. Nur noch Herausforderungen. Die gilt es dann anzunehmen, und den verborgenen Schatz zu heben.

    Um beim Bild zu bleiben:

    Ich gebe meine Fahrt nicht auf, bloß weil hin und wieder der Wind von der falschen Seite bläst. Irgendetwas gibt es immer zu tun. Dann finde ich eben heraus was es ist, und handle danach. Aber deswegen aufgeben? Niemals. Wie gesagt, Irgendetwas ist immer.

    Egal welche Fahrt du vorziehst, es wird niemals nur der „einzig richtige“ Wind wehen!

    Ahoj ;-))

    • Stefan Seidner 24. Januar 2017 um 22:55 #

      Das hast du sehr schön formuliert, Doris, vielen Dank!

      Deine Ausführungen sprechen mich besonders an, weil ich gerade in einer Fokus-Phase bin. Und ehrlich gesagt manchmal meine Konzentration eher auf die Hindernisse lenke, als auf die Lösungen – beziehungsweise nicht 100 % an das glaube, was ich erreichen will.

      Deine Worte bestärken mich voll drauf zu gehen, mich voll und ganz diesem Ziel zu verschreiben. Und dann den „verborgenen Schatz zu heben“ wie du schön formuliert hast 🙂

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