14 Kommentare zu Nirgendwo und überall

  1. christian gugenberger 9. November 2015 um 13:46 #

    Natürlich traue ich mir den Spruch als erster zu kommentieren, ist ja irgendwie auch gerade ein Thema in meinem Prozess, welches ansteht gelöst zu werden.

    Also meine Interpretation des Spruchs von Seneca….

    Wirkung entsteht dann, wenn die Energie nicht einfach „nur“ verströmt wird, sondern dann, wenn sie dort gebündelt wird, wo sie gebraucht wird und wo sie in Resonanz zu gleichartigen Energien geht, damit sich dies gegenseitig verstärken können;-)

    Darm darf ich noch arbeiten

    lg und DANKE

    christian

    • Stefan Seidner 9. November 2015 um 17:32 #

      Gut dass du den Damm brichst bei diesem Sinnspruch 🙂

      Stimme voll überein mit deiner Resonanz-Aussage. Ich spüre diese Resonanz zum Beispiel immer beim gemeinsamen Meditieren – ein tolles Gefühl, wenn sich die Energien gegenseitig verstärken!

      Ich bin (auch) auf sehr vielen Baustellen gleichzeitig – doch ich gewinne immer mehr Fokus in letzter Zeit.

      LG, Stefan

    • Christiane 24. August 2016 um 08:28 #

      An Weihnachten durfte ich von einer Freundin ein Kärtchen ziehen. Darauf stand: „Einen Weg zu gehen, bedeutet andere aufzugeben. Willst du alle nur möglichen Wege gehen, wirst du am Ende keinen gehen.“ Das habe ich mir für 2016 zu Herzen genommen. Und siehe da … sinngemäss begegnet mir diese Aussage heute wieder …

      • Stefan Seidner 29. August 2016 um 15:47 #

        Schön, dass sich hier dein angefangener Weg schließt – vielleicht sogar zu einer runden Sache wird, einem Kreis 🙂

  2. Hildegard Stagge 4. Mai 2016 um 14:14 #

    Wie wahr, lieber Stefan. Wenn ich versuche überall zu sein, sprich viele Dinge gleichzeitig zu erledigen, weil ja alles so wichtig ist und unbedingt getan werden muss, dann geht das Verzetteln los und es wird eigentlich gar nix so richtig zufriedenstellend erledigt. Noch bin ich nicht in der Lage, an mehreren Orten gleichzeitig zu wirken deshalb ist es immer wieder wichtig, das gerade Anstehende voll und ganz zu tun und bei der Sache zu bleiben. Fällt verdammt schwer, zuweilen!
    In diesem Sinne – frohes Schaffen und liebe Grüße
    Hildegard

    • Stefan Seidner 12. Mai 2016 um 17:34 #

      Ja, es ist bewiesen dass Multitasking einen ausbremst – wer’s nicht glaubt dem empfehle ich diese eindrucksvolle Übung zu machen.

      „An mehreren Orten gleichzeitig wirken“ kann man in meinen Augen nur, wenn man sich Systeme aufbaut und diese für sich arbeiten lässt.

      • conny 5. November 2016 um 10:15 #

        also ich muß lachen … gehöre auch zu jenen, die „rüber“ schreiben und nicht Spalte für Spalte …
        ich gehöre im Arbeitsleben zu den absoluten Multitaskern, weils einfach mein Job mit sich bringt, daß ich kaum was in Ruhe zu Ende machen kann.
        Aber es stimmt, es geht wahnsinnig viel Zeit verloren, wenn man sich ständig neu in das reindenken muß, was man gerade gemacht hatte, bevor das nächste zu erledigen war …

  3. Reinhard 28. Juni 2016 um 14:33 #

    Man kann sich nur zu einem Zeitpunkt auf eine Aufgabe konzentrieren. Wer versucht gleichzeitig mehrere Aufgaben zu erledigen, wird keine zufriedenstellend abschließen.

    • Stefan Seidner 20. Juli 2016 um 15:00 #

      Ja! Ich lese derzeit ein sehr inspirierendes Buch über Scrum*. Dort wird eine Studie zitiert, die Folgendes besagt: Je mehr Projekte man gleichzeitig hat, desto mehr Arbeitszeit geht durch das „Umschalten“ zwischen den Projekten drauf (Wieder-Reindenken und so). Zum Beispiel bleiben bei 5 Projekten für jedes Projekt nur noch 5 Prozent der Gesamtarbeitszeit übrig. Das heißt 75 Prozent der Arbeitszeit geht für das Umschalten zwischen den Projekten drauf. Das ist Wahnsinn!

  4. Eduard 12. September 2016 um 06:15 #

    Wie wahr und alle meine das sie den Überblick haben

  5. conny 5. November 2016 um 11:01 #

    mir fällt dazu noch eine andere Auslegung ein …
    wenn man meint, überall sein zu müssen, alles ausprobieren zu müssen, geht einem das Gefühl für sich selbst komplett verloren …
    dabei gibts doch nix Wichtigeres, als einen Anker, einen Rückzugspunkt zu haben …
    Abschalten zu können, in sich zu ruhen und sich immer wieder neu zu sammeln – das ist für mich die Erfüllung.
    Ohne das bin ich nicht ich … und ich will nicht nur „funktionieren“

    • Stefan Seidner 6. Dezember 2016 um 17:43 #

      Ja, kann mir gut vorstellen, dass man den Zugang zu seinem Inneren leichter verlieren kann, wenn man überall (im Außen) mittanzen will…

  6. Wolfgang Wittek 27. April 2017 um 21:40 #

    Nirgends ist, wer überall ist.

    Die ihr Leben auf Reisen hinbringen, machen die Erfahrung, dass sie viele Gastfreunde haben, aber keine Freunde;

    Dasselbe begegnet unausbleiblich denen, die sich mit keinem geistigen Führer innig vertraut machen, sondern alles nur eilig wie im Laufe an sich vorübergehen lassen.

    • Stefan Seidner 5. Mai 2017 um 23:25 #

      Danke für diese schönen, thematisch passenden Sinnsprüche, Wolfgang!

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