Tun oder nicht tun?

Tu es, oder tu es nicht.
Es gibt kein Versuchen.

Meister Yoda, StarWars

Polarisierend

Dieser Sinnspruch scheidet die Geister. Mich auch…

Bis vor einiger Zeit hatte ich den Satz „Ich versuche es“ aus meinem Wortschatz verbannt. Denn ich dachte, dass in dieser Aussage das mögliche Scheitern immer mitschwingt – so nach dem Motto: „Ich versuche es mal. Aber es klappt ja eh nicht…“.

Dann lernte ich das Gesetz der Polarität kennen und begriff, dass es gefährlich ist, das Negative (also in dem Fall das Scheitern) einfach unter den Teppich zu kehren.
Deshalb würde ich das Wort „versuchen“ heute wieder (mehr) zulassen.

Ich überlege gerade – vielleicht geht es so am besten:
Bevor man loslegt, macht man sich bewusst, dass es nicht klappen könnte. Somit blendet man das mögliche Scheitern nicht einfach rabiat aus, kehrt es nicht einfach unter den Teppich. Und dann fokussiert man sich auf das Positive und tut es 🙂

Was denkst du darüber?
Schreibe es unten in einen Kommentar.

LG,
Stefan

48 Kommentare zu Tun oder nicht tun?

  1. Anja 16. Februar 2015 um 19:45 #

    Meine Interpretation:
    Was Du auch tust – tue es mit dem Herzen. Dann wird jeder Dein Lächeln ernst nehmen – Dich ernst nehmen. Und vieles wird nicht nur leichter gehen, sondern auch automatisch auf Dich zukommen.

    In diesem Sinne: Tue das Gute, lass das, was Dir nicht gut tut 😉

    • Stefan Seidner 19. Februar 2015 um 11:17 #

      Das ist eine raffinierte Möglichkeit das „Versuchen“ wegzulassen: Einfach alles mit dem Herzen tun 🙂
      Oder anders gesagt: Keine Sachen mehr halbherzig machen.

      Danke für diese Sichtweise, Anja.

    • Inge Klein 7. Mai 2015 um 06:43 #

      Für mich bedeutet es Versuch und Irrtum, es muss eine Entscheidung getroffen werden, das bringt Klarheit. Die Konsequenz aus der Handlung nehme ich an und damit habe ich meinen Horizont um eine Erfahrung erweitert.

    • Sigmund 22. Dezember 2015 um 16:43 #

      Jeder gescheiterte Versuch ist eine Erfahrung mehr und Erfahrungen kann man nie genug haben. Ich versuche ein Perpetuum Mobile zu bauen. alle sagen, das funktioniert nicht, das ist gegen das Energieerhaltungsgesetz. Aber erst, wenn ich das mit eigenen Augen gesehen und erlebt habe, glaube ich, dass es nicht klappt. Aber ich bin guten Mutes.

      Danke Stefan

      • Stefan Seidner 22. Dezember 2015 um 18:58 #

        Danke für deine Sichtweise, Sigmund.
        Ich wollte gerade schreiben: „Lass uns hier wissen, wenn du das Perpetuum Mobile gebaut hast“ 😉 – allerdings glaub ich das würden wir auch über die Medien erfahren (oder vielleicht auch gerade nicht… siehe „freie Energie“ und so).

    • Lars Crosby 26. Dezember 2016 um 10:38 #

      Ich denke der innere Beobachter hält ein immer dazu an – nochmals etwas zu überdenken –
      wie auch immer die Lage ist, von daher dürfen wir uns hin und wieder auch von der Spontanität an die Hand nehmen lassen und im vollen Bewusstsein unseres Vertrauens an uns selbst in die Sonne lächeln und … 🙂

      • Stefan Seidner 28. Dezember 2016 um 10:52 #

        Dieser Sichtweise kann ich immer mehr abgewinnen – nicht zu viel planen/wollen/müssen, sondern einfach mal auf sich zukommen lassen. Danke, Lars.

  2. Sandra 9. März 2015 um 07:37 #

    Ich sehe – mein eigenes spezielles Thema – „Entscheidungen“ mitschwingen in diesem Spruch. Tu es oder tu es nicht. Triff eine bewusste Entscheidung und handle danach. Aber wenn Du dich entschieden hast dafür, dann tu es mit ganzem Herzen und voller Energie – und versuch es nicht einfach „nur“. Sondern bring dein ganzen Fühlen und Deine ganze Kraft mit ein.

    • Stefan Seidner 9. März 2015 um 10:26 #

      Danke für diesen guten Hinweis, Sandra.
      Ich denke auch, dass eine bewusste Entscheidung für das Tun dazu führt, dass man noch kraftvoller handelt.
      Ich werde das bei mir in „echt“ testen und gegebenenfalls dauerhaft in meinen Tun-oder-nicht-Tun-Prozess einbauen 🙂

  3. Ruth 23. März 2015 um 22:40 #

    Hallo Stefan,
    zu diesem Thema hatte ich schon vor Jahren mal etwas in meinem Blog geschrieben,
    das du auch kommentiert hast – erinnerst du dich? (http://arcaurum.de/blog/versuch-irrtum/)
    Ich gestehe, dass ich noch nicht viel weiter bin. Noch immer TUE ich mein Bestes und
    merke hinterher oft genug, dass es doch nur ein VERSUCH war, der nicht zum beabsichtigten
    Erfolg geführt hat…

    • Stefan Seidner 8. April 2015 um 19:48 #

      Hallo Ruth,
      ja, Dank deines Links erinnere ich mich jetzt.
      Ich glaube man kann nicht mehr tun als sein Bestes – gut dass ich aber noch niemand hab sagen hören „Ich VERSUCHE mein Bestes“ 😉
      LG,
      Stefan

  4. Karin Pietzek 4. Mai 2015 um 13:40 #

    Lieber Stefan,

    Der Satz „Tu es, oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“ ist sehr eindrücklich. Denn: versuchen ist auch schon Tun. Synonyme für ‚versuchen‘ sind: abtasten, anfangen, ausprobieren, prüfen, experimentieren, probieren, sich bemühen, sich vortasten, testen, untersuchen, wagen, anstellen, versuchen.
    Um es auf den Punkt zu bringen: versuchen ist nichts anderes als Wege zu wagen, Fehler zu wagen, Erfahrungen zu machen, Wissen und Kennnisse aufzubauen, Mut zu haben. Gibt es das nicht-Tun oder ist es vergleichbar mit der Vorstellung von dem was ist, wenn es etwas nicht Nicht-gibt? In dem Moment, in dem etwas nicht getan wird/gelassen wird, wird etwas anderes getan. Die Entscheidung definiert, was getan wird.

    Mir fiel auf, dass du häufiger von „man“ schreibst. Was passiert wenn ‚man‘ in einer Sitzung sagt ‚man müsste dies oder jenes noch tun?‘ Ist damit definiert wer etwas macht? Vergleichbar reagiert unser Unterbewusstsein, wenn wir mit ‚man‘ unsere geplanten Handlungen beschreiben.

    LG, Karin

    • Stefan Seidner 5. Mai 2015 um 17:59 #

      Hallo Karin,
      ja, das Wörtchen „man“ war der Versuch 😉 sowohl den Leser als auch mich gleichzeitig anzusprechen 😉
      LG, Stefan

  5. Peter 6. Juni 2015 um 21:28 #

    Lieber Stefan,
    Das Gesetz der Polarität gilt zwar generell, heute spricht man jedoch von Verschiedenheit. Durch Verschiedenheit entsteht Bewegung und daraus Energie. Ich habe gelernt, mein Gefühl einzusetzen und mir ein Ziel zu setzen. Dann mache ich mir einen groben Plan, der zum Ziel führe könnte. Erst dann beginne ich zu probieren, zu spieken und zu experimentieren. Nur aus Erfahrung kann man lernen, aber sicherlich nicht durch das auswendig lernen von Formeln und Zahlen. Aus negaliven Erfahrungen kann man mindestens ebenso vile lernen wie aus positiven. Wer keine Fehler gemacht hat, hat nichts gelernt. Wer jedoch den selben Fehler immer wieder macht, ist ein Idiot.

    • Stefan Seidner 7. Juni 2015 um 23:13 #

      Hallo Peter,
      genau: die Polarität ist ein wahrer Antreiber – zum Beispiel für Strom.
      Das mit den Fehlern sehe ich ähnlich wie du: Es ist absolut erlaubt Fehler zu machen – man sollte aber aus ihnen lernen…
      LG, Stefan

  6. Dieter 21. Juli 2015 um 10:04 #

    Es geht um die Entscheidung. Wenn man sich nicht entscheidet hängt man in einem Zweifel. Die Entscheidung bringt Klarheit. Dass man die Folgen der eigenen Entscheidung vorher bedenkt ist selbstverständlich. Wenn die Entscheidung falsch war, kann man zumindest daraus lernen, manchmal schmerzhaft. Das ist das Spiel des Lebens und läßt sich wohl nicht immer vermeiden,

    • Stefan Seidner 21. Juli 2015 um 18:06 #

      Danke für diese sehr wertvolle Ergänzung, Dieter. Sie spricht mich sehr an, da ich bis jetzt nicht der große Entscheider war. Doch es wird besser, sprich ich kann mich immer besser entscheiden.

      Dank deinem Input würde ich oben also nun schreiben: „Und dann entscheidet man sich für das Tun, fokussiert sich auf das Positive und tut es 🙂 „

  7. christian gugenberger 8. November 2015 um 14:46 #

    Lieber Stefan,

    es ist erstaunlich wie passend Deine Sinnsprüche immer in meiner Mail-Box landen;-)

    Meine innere Interpretation dieses Sinnspruchs unter der Berücksichtigung des Polaritätsprinzip fühlt sich so an, dass es nicht wichtig ist, welches Ergebnis dabei rauskommt. Gut oder Schlecht ist ja sowieso nur eine Bewertung aus der perspektive eines bestimmten Standpunktes und sind lediglich die verschiedenen Seiten der gleichen Medaille. Fest in der Absicht zu sein halte ich daher für wichtig. Oft ist das Ergebnis ja auch nicht gleich zu erkennen, sondern zeigt sich erst nach Ablauf einer gewissen Zeit und dient ja nur dem Ego, welches ein gewisses Ergebnis „erwartet“.

    Diese kann erreicht werden oder auch nicht, daher ist es auch nicht wirklich von mir selbst beeinflussbar. Beeinflussen kann ich lediglich, in welcher Absicht und mit welcher Intensität ich etwas mache. Wenn die Absicht Liebe zu allem was ist, ist und die Intensität dem Herzen entspringt, dann ist das Ergebnis auch gar kein Ergebnis mehr sondern ein Wirken………..wie immer ist dies nur die Ansicht eines Menschen von 7 Milliarden auf dem Planeten und es ist jede Ansicht für den der sie hat ok……

    Liebe Grüße und wieder mal DANKE für einen tollen Sinnspruch

    • Stefan Seidner 9. November 2015 um 12:35 #

      Gerne – ich danke dir für deinen nächsten bereichernden Kommentar 🙂
      Man merkt dass du dir schon über Vieles im Leben (wertvolle) Gedanken gemacht hast.

  8. Angelica 22. November 2015 um 02:25 #

    Hallo Stefan,

    zuvorderst ein Dankeschön, dass Du Deinen Versuch, Menschen zu erreichen und mit Ihnen einiges zu teilen in Tun umgesetzt hast 🙂

    Ich liebe es Wörter genau anzusehen und wie sie entsprechend be-/genutzt werden.
    Letztlich hopst mich vor allem in dem Wort Versuch das Wort Suche an … sind wir doch alle Suchende – bewusst oder unbewusst.

    Des Weiteren interpretiere ich Meister Yoda so, dass er an die immerwährenden Entscheidungsmöglichkeiten erinnert, denen wie jederzeit gegenüberstehen. Und gleichgültig wie wir uns entscheiden, es ist immer ein Tun – auch das Nichttun.
    Alles wirkt … und natürlich auch nach den Gesetzen von Polarität sowie Resonanz.
    Wünschenswerterweise wird sich der Mensch im Laufe seines Werdens darüber bewusst und übernimmt Verantwortung.

    Meine Aussage lehne ich vor allem an meine Erfahrung mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen an, denen die Äußerung „… ok, ich versuch`s mal …“ sowie Menschen, die sich noch vor Eigenverantwortung scheuen „… ich hab` doch alles versucht ..“ allzu oft und schnell über die Lippen huscht.
    Und das Gegenüber gibt sich, aus welchen Gründen auch immer, zumeist mit diesen Vermeidungs- sowie Beschwichtigungsstrategien zufrieden.
    Somit kann sich das Versuchen in aller Auswirkung inflationär über Wasser halten.

    Jeder darf sich gerne mal auf ein Experiment einlassen und vor jedes Verb -was ja ein Tun indiziert- die Versuchsabsicht setzen, beispielsweise >Ich versuche zu lieben.<
    Das quietscht doch!

    Auch wenn mir noch so Einiges dazu in Sinn und Gemüt ist, jetzt ist genug philosophiert 😉
    Gut`s Nächtle und LG,
    Angelica

    • Stefan Seidner 22. November 2015 um 23:12 #

      Hallo Angelica,

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar.
      Wie wahr, dass die „Suche“ im „Versuch“ drin steckt. Und dass das Nichtstun auch eine gewissen Form des Tuns ist 😉

      Ja, sehe ich so wie du: wir können noch viel mehr Verantwortung übernehmen – und auch selbstbewusster durchs Leben gehen. Dann wird das Tun die Oberhand bekommen – bis es eines Tages vermutlich wieder in die andere Richtung geht (Polarität und so).

      LG,
      Stefan

  9. Angelika 19. Januar 2016 um 23:46 #

    es gibt so einen schönen Spruch:

    Ein Versuch bleibt ein Versuch.

  10. Johanna 30. Januar 2016 um 21:08 #

    Lieber Stefan, mach es Dir mal ganz gemütlich, einfach so in einem Deiner Lieblingssessel…..
    Und dann : versuch mal aufzustehen:) Und was ist jetzt „passiert“ ?? Was war die Alternative : entweder Du bist aufgestanden …
    oder: Du sitzt noch immer gemütlich in Deinem Lieblingssessel – vielleicht mit einem dicken Grinsen im Gesicht und bestenfalls mit einer neuen Erkenntnis – das wünsch ich Dir jedenfalls…. Lichtvolle Grüße am Samstagabend
    (P.S. Ich melde mich wegen der „offenen“ Frage gern am Montag… – inzwischen versuch mal, einen wunderschönen Sonntag zu haben :)…)

    • Stefan Seidner 3. Februar 2016 um 11:55 #

      Was ich deinem vorgeschlagenen Experiment entnehme: Gewohnheiten sind stark 🙂

  11. Johanna 5. Februar 2016 um 20:47 #

    Lieber Stefan:) ist Dir der Versuch geglückt aufzustehen oder ist der Versuch geglückt, einen schönen Sonntag zu haben.
    Fakt ist: versuchen ist nicht:) entweder bist Du aufgestanden oder sitzengeblieben oder….. ? 🙂 🙂 🙂 Fröhliche Grüße, Johanna….

    • Stefan Seidner 14. Februar 2016 um 19:44 #

      Habe dein Experiment gerade durchgeführt: Mit „zurückgelehnt sitzen bleiben“ oder „weitermachen am PC“. Nach etwas Abwägen (Versuchen) hab ich mich fürs Weitermachen entschieden.

      In meinen Augen gibt es schon ein Versuchen – bei mir war es gerade gleichzusetzen mit „kann mich nicht entscheiden“ was ich tue…

  12. Mara 18. März 2016 um 20:13 #

    wir sollten uns befreien von dem Entweder-Oder-Denken, denn das Universum ist sowohl-als-auch – Sowohl Welle als auch Teilchen….

    Ja, wir leben noch in der Welt der Polaritäten, und das sollten wir auch bei unseren Vorhaben nicht vergessen: das Universum unterstützt uns und schafft die notwendigen Voraussetzungen für unseren Erfolg – weil aber immer beide Pole berücksichtigt werden müssen, können auch zuerst die negativen Aspekte eines Wunsches auftreten, um den Raum für die positiven zu schaffen…. das heisst, einfach nicht zu früh aufgeben, sondern auch sogenannte negative Ergebnisse als Hinweis annehmen, dass die Sache am Laufen ist….. Ausdauer und Vertrauen und mit dem Verstand loslassen sind gefragt….
    Sehr interessant bei euch hier.
    Einen schönen Abend noch uns allen….
    Mara

    • Stefan Seidner 29. April 2016 um 23:20 #

      Schön dass du so fleißig zu den interessanten Diskussionen beiträgst, Mara 🙂

      > sondern auch sogenannte negative Ergebnisse als Hinweis annehmen, dass die Sache am Laufen ist

      Das erinnert mich an Folgendes: Bei der Akquise kann man jede Absage so deuten, dass man dem nächsten Erfolg näher gekommen ist. Im Durchschnitt hat man zum Beispiel bei jedem fünften Gespräch einen Erfolg. Aus dem einen Blickwinkel hat man nach 4 Absagen 4 Misserfolge hinter sich. Aus dem anderen Blickwinkel hat man 4 Schritte auf dem Weg zum Erfolg gemacht – denn im fünften Gespräch gerät man an die „richtige“ Person 🙂

  13. Marlies 9. Juni 2016 um 12:43 #

    Das wichtigste ist immer deine innere Einstellung dazu und noch wichtiger dein Gefühl dabei. Es ist nicht möglich etwas zu verändern (deshalb tu ich ja etwas ) während ich derselben Sache ein negatives Gefühl entgegenbringe !
    Ich TU ES weil ich es tun möchte ….damit habe ich schon mal eine Entscheidung getroffen und nach jeder Entscheidung die du triffst geht es dir gut !!!! sonst wars die falsche. TU ES NICHT
    Und dann VERSUCHE ich es mit all meiner Begeisterng, meiner Freude, meiner Neugier und meinem Vertrauen darauf, dass alles was ich tue eine Erfahrung ist die mich weiter bringt und es niemals ein Fehler sein kann .

    • Stefan Seidner 20. Juli 2016 um 13:07 #

      > Es ist nicht möglich etwas zu verändern (deshalb tu ich ja etwas ) während ich derselben Sache ein negatives Gefühl entgegenbringe !

      Wenn du damit „positive Veränderung“ meinst, stimme ich dir zu. Wenn man etwas mit einem negativen Gefühl tut, dann kann das in meinen Augen nämlich schon Veränderungen mit sich bringen: nämlich negative…

  14. Helga 9. Juli 2016 um 12:09 #

    In dem Wort „versuchen, probieren“ steckt auf jeden Fall ein Zweifel. Jeder Zweifel blockiert Deine Energie.

  15. Helga 9. Juli 2016 um 12:12 #

    Bevor ich etwas tu, muss ich für mich eine Entscheidung treffen. Es darf die falsche sein, daraus lernen wir.
    Wenn ich meiner Entscheidung misstraue, lebe ich in einem Spannungszustand der Ungewissheit, der wiederum meine Energie blockiert.

    • Stefan Seidner 20. Juli 2016 um 15:05 #

      Genau. Ich hab in diesem Jahr von meinem Umsetzungspartner folgenden Tipp bekommen: Wenn du etwas entschieden hast, dann tue sofort etwas, das damit zu tun hat. Gehe den ersten kleinen Schritt um deine Entscheidung zu festigen und nicht ins nochmalige Drüber-Nachdenken zu kommen.

  16. Franz 11. August 2016 um 21:07 #

    Dieser Satz von Meister Yoda hat mich auch gestört, Stefan. Dein Vorschlag gefällt mir. Eine passende Lösung, finde ich.

  17. Frank 20. August 2016 um 20:21 #

    Entscheidung hin Entscheidung her, das ist sehr theoretisch „Nichts tun und alles erreichen“ ist eine Sichtweise die den Entscheidungsdruck gründlich auf den Kopf stellt. Meine Erfahrung ist das sich alles verändert ob mit oder ohne meinem Zutun.

    • Stefan Seidner 29. August 2016 um 15:45 #

      Danke für diese andere Sichtweise, Frank. Würde mich interessieren wie du dann entscheidest, ob du eingreifst oder nicht…

  18. Frank 29. August 2016 um 17:22 #

    Ich sehe jede Entscheidung aber auch jeden Eingriff als 1. Schritt in einem Prozess. Nichts bleibt ohne Konsequenzen. Mein Verzicht auf aktives Eingreifen und Entscheiden ist somit der 1. bewusste Schritt. Diese vermeintlich passive Haltung ging mir jahrzehntelang absolut gegen den Strich, ich stellte jedoch ernüchternd fest, dass im Grunde auch alles von allein läuft und ohne übermäßige Anstrengung. Die erforderliche Bewegung und Veränderung des Lebens passiert ohne den Macher in mir genauso effizient. Damit kommt allerdings etwas ins Spiel was hier nichts zu suchen hat: Effizienz. Wer sich entscheidet nichts zu tun, sollte dabei nicht an Effizienz denken. Das ist Sache des Gehirns das wie eine Maschine funktioniert und endlos rattert. Tatsächlich ist diese Haltung eine Umprogrammierung von den Themen der Schnelligkeit und Effizienz im Alltag. Das Nichts-tun schafft sozusagen Freiraum für den Geist sich zu entspannen (beugt auch einer zeitgemäßen Vergesslichkeit vor). Die aüßere Stille wird innere Stille und alles weitere geht von allein. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Es gibt dazu auch spezielle Bücher, ich meditiere und übe konzentriertes Nichtstun. Man könnte das auch als Meditation bezeichnen, es gibt viele Namen und philosophische Strömungen oder religiöse Zeremonien die man aber nicht zwingend studieren oder erforschen muss. All diese Sachen sind mir persönlich einfach zu viel an Theorie, es funktioniert ganz einfach durch nichts-tun. Es gibt die Haltung des Zeugen, des Zeugen von Ereignissen aber auch von Gedanken die einen umschwirren, wenn man dieses Spiel eine Weile betrachtet, löst sich der Entscheidungsdruck oder der Wunsch nach Bewertung (Gut oder Schlecht).
    So könnte man sicher sein ganzes Leben in spiritueller Versenkung verbringen das ist jedoch nicht meine Art, ich finde das normale Leben interessanter.
    Danke für Deine Frage, ich habe eine Antwort geschrieben und damit schon reagiert, bin nicht nur passiv geblieben. In dem Prozess ist das aber eigentlich schon was anderes als „nichts- tun“.
    Aus Sicht der Evolution könnte man villeicht sagen: Sprache üben ist nicht handeln oder das Beobachten und Formulieren der Gedanken ist nicht- handeln. Schreib doch dazu bitte einen Gedanken.

    • Stefan Seidner 30. August 2016 um 13:36 #

      Das klingt nach einer entspannten Haltung, die du dir über die Zeit angewöhnt hast. Davon könnte ich mir manchmal eine Scheibe abschneiden. Ich bin nämlich oft auf dem Effizienz-Trip, getrieben von meinem Bedürfnis nach Sicherheit.

      Bemerkenswert finde ich deine Einstellung, dass es auch ohne dich läuft. Ich überlege grad: Vielleicht bist du während deiner Meditation sogar schöpferischer als wenn du (nicht-meditierend) an etwas arbeitest 🙂

  19. Frank 31. August 2016 um 09:58 #

    Danke für die anregende Frage, der Effizienz Tripp ist natürlich gut, ich könnte mir vorstellen das Buddha, Jesus, Mutter Theresa effizient sein wollten, sie wollten jedenfalls nicht das Gegenteil. Für mich ist die Frage interessand wie sie ihre Richtung gehalten haben… jedenfalls nicht durch praktisches Multitasking das wäre sicher auch überliefert worden.
    Es kann schon was dran sein das ich schöpferisch meditiere, als das ich versuche auf praktischem Weg ans Ziel zu kommen. Nur so ist das Nichtstun „effizient“. Der eigentliche Kern der Sache liegt aber woanders wie Du Dir sicher auch schon vorstellen kannst. Es geht eigentlich um das Annehmen dessen was ist. Wenn ich merke das alles so ist wie es sein muss, warum sollte ich dann nach Effizienz streben. Ich glaube das ist eine Bedingung des „Nichts tun und alles erreichen“ sowie eine Relativierung, denn ich bewirke damit, dass auch meine Wünsche auf dem untersten Level gehalten werden. Der Rest lässt sich nicht erklären das ist einfach göttlich. Ich glaube aber solange der Mensch aus Körper besteht kommt er an praktischer Betätigung nicht vorbei. Im Gegenteil die Bewegung des Körpers ist eine Bedingung für den frischen Geist. Dazu stehe ich und lerne momentan das es kein Wiederspruch zum gesagten ist.

  20. Nicole 17. Oktober 2016 um 01:27 #

    können wir lange Gedankenaustausch betreiben- es ist wie mit dem halbvollen Glas Wasser, das kann so oder so ausgelegt werden-
    Es ist sicherlich auch eine Typfrage, ob Menschen erstmal postiv sehen und vom Guten ausgehen oder eben mehr an scheitern und Misserfolg denken- Man sollte ja immer positiv an Situatinen dran gehen und selbst im scheitern noch das Positive sehen… aber wenn ein Menschen immer wieder negativ erlebt, immer wieder Vertrauen gebrochen wird etc irgendwann auch Selbstschutzt und obwohl im Kern positiv…entsthet dann eine Blockade-
    was mir gerade einfällt und schaue jeden tag nach Mails und hatte kürzlich das Angebot einer Line in Anspruch genommen-. anch Kennenlernangebot noch einige male mit der Beraterin gesprochen- 99 Cent Minute “ Sparpreis“ und ständig Werbung von der Line so zb Einladung Kaminabend und ich schrieb da mal kritisch, dass bei dem Preisen keine Kaminstimmung aufkommen kann etc und beklam gleich Antwort mit Fragestellung,ob mein Account gesperrt werden soll- die wissen schon, welch böses Spiel und Kritik natürlich nicht angebracht;-) In dem Fall soll eine positive Stimmung gemacht werden aber es ist wesentlich ein Geschäft und für nett plaudern oder Gedankenaustausch wie hier jawohl der falsche Ort- Tja die heutige Zeit und wäre auch mal Thema Gedankenaustausch Zeit ist Geld und Geld ist Liebe wie an anderer Adresse erlebt- Beispiel berechtigt hinterfragen und sorgsam mit sowas umgehen- Lieben Gruß

  21. Doris 28. Oktober 2016 um 10:25 #

    Ich denke, dass die Polarität zwischen tun und nicht tun besteht. Es geht und es geht nicht hat davon abgesehen eine ganz eigene Polarität. Vielleicht muss man hier nochmal die Grenze ziehen und die beiden Punkte unabhängig voneinander betrachten.

    • Christian Gugenberger 29. Oktober 2016 um 10:29 #

      Meinst Du damit eine Grenze zwischen tun oder nicht tun und dem Ergebnis geht oder geht nicht. Ich denke, dies könnte durchaus hilfreich sein, weil das Grübeln über geht oder geht nicht blockierend wirken und Zweifel beim tun oder nicht tun entstehen lassen könnte…

  22. SanDia 3. Dezember 2016 um 00:34 #

    Aus meiner Sicht bedeutet verSuchen dass das mögliche Ergebnis (und die Varianten davon), die Erfahrung, das Erleben … noch neutral unbekannt ist. Wenn ich verspielt verSuche …bin ich neugierig darauf zu finden was möglich sein kann. Damit bereichert sich mein Erfahrungsschatz und wer weiss was sich daraus zu entfalten vermag. Zitat von Albert Einstein: eine gute Idee zeichnet sich dadurch aus dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint… oder so ähnlich. In diesem Sinne…
    Ps: allen Beteiligten sei herzlich gedankt für die Darbietung der sinnsprüche 🤗🤗🤗

    • Christian Gugenberger 3. Dezember 2016 um 09:05 #

      Und ich bin sicher, dass auch Dir alle Beteiligten für Deinen bereichernden Kommentar danken.

  23. Anna 5. Dezember 2016 um 19:01 #

    Tu es, oder tu es nicht.
    Es gibt kein Versuchen.

    Für mich geht es in diesem Zitat um eine sehr klare Entscheidung: „Tu es“ = „ja“ oder „tu es nicht“ = „nein“ Folglich geht es also um die innere Haltung, sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Es geht darum, dass ich mich entscheide. Egal, wie ich mich also entscheide, die Entscheidung sollte klar und möglichst aus dem Herzen getroffen werden. Denn wenn ich schwanke/zweifle, werde ich mich selbst blockieren und nicht vorankommen. Ob die Entscheidung für mich richtig war, ist völlig unerheblich. Hauptsache, ich habe sie wirklich getroffen, denn damit übernehme ich die volle Verantwortung für mein Tun oder auch Nicht-Tun.

    • Stefan Seidner 6. Dezember 2016 um 17:56 #

      Ich finde es erstaunlich wie viele unterschiedliche Sichtweisen es zu diesem Sinnspruch gibt.

  24. Manfred 18. April 2017 um 19:54 #

    Was schon oft auftauchte möchte ich wiederholen. Treffe eine Entscheidung und dann mache sie mit ganzer Kraft und Hingabe.
    Mein Zusatz dazu: Dann kümmere dich nicht um den Erfolg. Aus Yoga Sicht und der Bhagavad Gita hast du Erfolg und Misserfolg nicht in der Hand. Es ist zwar der Wunsch des Geistes immer erfolgreich sein zu wollen, und doch kannst du nicht alles kontrollieren.
    Für mich ist es wichtig keine Angst vor dem scheitern zu haben. Das gehört als mögliches Resultat zur Entscheidung.
    Lieben Gruß, Manfred

    • Stefan Seidner 18. April 2017 um 23:56 #

      Super Zusatz, von dem ich mir eine Scheibe abschneiden kann, weil ich oft noch zu streng zu mir bin, wenn ich etwas nicht schaffe, wie ich’s mir vorgestellt hab…

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