Weisheit ist auf dem Weg

Wenn die Ohren des Schülers
bereit sind zu hören,
dann kommen die Lippen,
sie mit Weisheit zu füllen.

Das Kybalion

14 Kommentare zu Weisheit ist auf dem Weg

  1. Eva 6. Juni 2015 um 19:02 #

    Erst wenn man bereit ist, etwas Neues zu lernen oder zu akzeptieren, kommt der richtige Lehrer.

    • Stefan Seidner 7. Juni 2015 um 23:08 #

      Danke Eva. Das ist eine schöne andere Formulierung des Sinnspruchs 🙂

  2. pedrobergerac 29. August 2015 um 00:06 #

    1. Ohne einer positiven Beziheung zum Lehrer endet das Gelernte im Vergessen.

    2. Alles Wissen dieser Welt ist in unseren Genen in uns gespeichert. Ein guter Lehrer holt es hervor.

    • Stefan Seidner 2. September 2015 um 12:42 #

      Genau: Man lernt umso besser, je mehr Spaß man beim Lernen hat – und eine positive Beziehung zum Lehrer ist eine gute Voraussetzung um mit Spaß zu Lernen 🙂

  3. christian gugenberger 16. November 2015 um 15:07 #

    Zuerst ist es erforderlich die innere Bereitschaft zu haben, Weisheiten auch zu hören und aufzunehmen, dazu gesellt sich dann, wie von Zauberhand geführt auch jemand, der sie einem auch erzählt……………

    LG Christian

  4. bording 10. März 2016 um 09:23 #

    Lehrer gibt es zu genüge aber „echte“ Schüler sind rar!

    • Stefan Seidner 23. April 2016 um 09:39 #

      Wenn du damit meinst, dass wir (ein Stück weit) verlernt haben zuzuhören, dann stimme ich dir zu…

  5. Mariela1964 12. März 2016 um 09:04 #

    Ein wundervoller Spruch – dankeschön dafür! 🙂
    Und das ist auch meine Erfahrung gewesen im Leben..wer..und ganz wichtig..ANHALTEND(!!!)…nach einer bestimmten Erkenntnis sucht..dem wird sie auch beschert..
    Meist total überraschend und auf Wegen auf denen man sie nie vermutet hätte..

    Solang ich jedoch meinte selbst zu wissen..tat sich gar nix..klar..wie will man mit einem vollen eimer Wasser neues Wasser schöpfen? Das KANN ja gar nicht funktionieren!

    Nachdem ich fast mein Leben lang meinte, es selbst am Besten wissen zu müssen, was zu tun sei, mache ich es nach dieser vor kurzem gewonnenen Erkenntnis andersrum..ich mache mich mental „leer“ und bin offen für die Erkenntnisfülle..von welcher Seite sie auch kommen mag, denn daran, das sie sich „stimmig“ anfühlt, weiss ich jeweils, das es die Antwort auf meine Frage ist.

    Soll heissen..:
    Einfach mal sein eigenes Ego beiseitezuschieben, das einem suggeriert, man wüsste selbst alles besser und sei nicht auf..na, ich nenne es jetzt mal „geistige Führung und Inspiration“ von aussen angewiesen und schon hagelts Wunder! 😉

    Witzig daran finde ich immer wieder die Tatsache, das die jeweiligen Lösungen sowas von logisch und einfach sind, das ich mir oft an den Kopf klatsche und mir denke „Na also, darauf hätte ich auch selbst kommen können!“
    Ja..hätte ich..bin ich aber nicht..insofern..sich öffnen für die Erkenntnisfülle von aussen und das Leben wird soviel einfacher und freudvoller! 🙂

    • Stefan Seidner 23. April 2016 um 09:56 #

      Ja, „anhaltend“ ist ein gutes Stichwort – es braucht Ausdauer, Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit.

      Gute Frage, ob der Eimer schon voll ist – jemals voll sein kann… wahrscheinlich ist das (wie so oft) Einstellungs-Sache 😉

      Sich „für Impulse von außen öffnen“ finde ich sehr wichtig. Deshalb be-geist-ern mich auch Sinnsprüche so sehr 🙂

  6. Frank 10. Mai 2016 um 21:02 #

    Ich kenne den Spruch auch andersrum.
    Ist der Lehrer bereit für den Schüler, kommt der Schüler.
    Gefällt mir sogar besser.
    Gruß
    Frank

    • Stefan Seidner 12. Mai 2016 um 17:45 #

      Danke für diese Sichtweise, Frank!
      Dass der Spruch auch anders herum Sinn ergibt, deckt sich mit meiner Sichtweise, dass immer zwei Menschen an einem Austausch beteiligt sind 🙂

  7. Anna 13. Dezember 2016 um 14:00 #

    Mir ist nach dem Lesen dieses Spruches sofort eine Geschichte aus dem Zen-Buddhismus in den Sinn gekommen:

    Ein Meister geht mit seinem Schüler schweigend einen Bergpfad entlang. Der Schüler ist wissbegierig und fragt den Meister: „Wie trete ich ins Zen ein?“ Der Meister schweigt und sie gehen weiter des Weges. Nach einigen Minuten fragt der Meister seinen Schüler: „Hörst Du das Rauschen des Gebirgsbaches?“ Der Schüler jedoch hat gar keinen Gebirgsbach bemerkt, da er zu sehr damit beschäftigt gewesen ist, über den Sinn des Zen nachzudenken. Jetzt horcht er auf das Geräusch, kann aber immer noch nichts hören, da sein Kopf erfüllt ist mit Gedanken. Erst als der Schüler von seinen Gedanken loslässt, kann er in der Ferne das leise Rauschen des Baches hören. Er teilt seinem Meister mit: „Ja, jetzt höre ich es!“ Der Meister antwortet seinem Schüler: „Tritt von dort in das Zen ein!“ Der Schüler ist fasziniert, denn nun endlich weiß er, was Zen ist ohne zu wissen, was es ist. Sie gehen schweigend weiter. Der Schüler ist überwältigt von der Lebendigkeit, die er nun erfährt. Doch schon bald erreichen die Gedanken den Schüler und er fragt den Meister erneut: „Meister, was hättest Du mir geantwortet, wenn ich den Bach nicht gehört hätte?“ Der Meister bleibt stehen, sieht seinen Schüler an und spricht: „Tritt von dort in das Zen ein!“

    LG Anna

    • Stefan Seidner 17. Dezember 2016 um 11:11 #

      Zen ist überall 🙂
      So verstehe ich diese schöne Geschichte zumindest. Danke fürs Teilen, Anna!

  8. Doris 16. Januar 2017 um 09:12 #

    Auch andersherum macht er Sinn.

    Solange ich denke, ich hätte die Antworten auf all meine Fragen, ich wüsste, was mir mein Leben sagen will, erkläre ich mir die Welt nur mit meinem Ego. Dann hört meine Welt mit dem Suppenrand auf.
    Erst wenn ich wissen will, was jenseits meines Suppentellers existiert, und wenn ich wissen will, warum und wieso, macht sich das ganze Universum auf den Weg mir die Welt zu erklären.
    Damit wir Motivation für die echten Fragen bekommen, bekommen wir Lektionen, die Probleme. Solange wir mit dem Ego antworten, beseitigen wir immer allenfalls die Symptome, wenn überhaupt. Wenn wir uns aber vollkommen öffnen, für die göttliche Hilfe, erscheint uns das, was uns über die Probleme hinweghilft. Dann finden wir den Weg, auch die Ursache zu beseitigen.

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